Tobias Sühlmann: Der Visionär hinter Bugatti, Bentley & McLaren Designs
Wie ein deutscher Gestalter die Ästhetik der globalen Luxusklasse revolutionierte
1. Wer ist Tobias Sühlmann? Ein Porträt des deutschen Top-Designers
Tobias Sühlmann gilt als einer der visionärsten Köpfe im internationalen Automobildesign und ist ein Meister darin, deutsche Ingenieurskunst mit emotionaler Ästhetik zu vereinen. Der gebürtige Deutsche hat sich einen Ruf als „Architekt der Geschwindigkeit“ erarbeitet, indem er für einige der prestigeträchtigsten Marken der Welt arbeitete, darunter Bugatti, Bentley und McLaren. Seine Stärke liegt in der Fähigkeit, komplexe aerodynamische Anforderungen in eine skulpturale, zeitlose Formensprache zu übersetzen, die Luxus und brutale Leistung nahtlos verbindet.
Als Führungspersönlichkeit steht Sühlmann für die Transformation von Traditionsmarken in das moderne Zeitalter. Er versteht es wie kaum ein anderer, die klassische DNA einer Marke zu bewahren und sie gleichzeitig radikal für die Zukunft der Elektrifizierung weiterzuentwickeln. Sein Designansatz folgt stets dem Prinzip „Performance by Design“: Jede Linie hat eine Funktion. Damit hat er nicht nur Fahrzeuge, sondern ikonische Kunstwerke geschaffen, die den Standard für das Hypercar-Segment im 21. Jahrhundert neu definiert haben.
| Merkmal | Information |
| Name | Tobias Sühlmann |
| Nationalität | Deutsch 🇩🇪 |
| Ausbildung | Hochschule Pforzheim (Diplom 2005) |
| Wichtige Stationen |
• Bugatti (Leiter Exterieur-Design) • Aston Martin (Leiter Exterieur-Design) • Bentley (Designchef) • McLaren (Chief Design Officer) |
| Bekannte Werke |
• Bugatti Chiron • Bentley Mulliner Batur • Aston Martin DBS Superleggera • VW Arteon |
| Besonderheit | Experte für Aerodynamik und die Transformation von Luxusmarken |
2. Die Schmiede des Erfolgs: Studium an der Hochschule Pforzheim
Der Grundstein für Sühlmanns Karriere wurde an einer der weltbesten Adressen für Transportation Design gelegt: der Hochschule Pforzheim.
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Abschlussjahr: 2005 (Diplom-Designer).
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Bedeutung: Pforzheim gilt als das „Harvard des Autodesigns“. Hier herrscht ein extremer Wettbewerb.
Während seines Studiums fiel Sühlmann bereits durch sein Verständnis für Proportionen und Volumen auf. Er lernte dort nicht nur das Handwerk des Zeichnens, sondern die Philosophie, dass Design in der Zukunft nachhaltig und funktional sein muss. Seine Abschlussarbeiten deuteten bereits darauf hin, dass er nicht für Kleinwagen, sondern für das Premium- und Luxussegment bestimmt war.
3. Karrierestart in Potsdam: Die frühen Jahre im Volkswagen-Konzern
Direkt nach dem Studium im Jahr 2005 startete Sühlmann seine berufliche Laufbahn im Volkswagen Design Center in Potsdam. Dies war nicht irgendein Studio, sondern die kreative Denkfabrik des VW-Konzerns.
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Die Projekte: Hier arbeitete er an der Zukunft der Marke Volkswagen. Er war maßgeblich an der Entwicklung des VW Arteon beteiligt (bzw. dessen Vorläufer, dem Sport Coupé Concept GTE).
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Der Lerneffekt: In Potsdam lernte Sühlmann, wie man Massenproduktion mit Premium-Anspruch verbindet. Er arbeitete unter Design-Größen wie Klaus Bischoff und verstand die komplexen Strukturen des riesigen VAG-Konzerns, was ihm bei seinen späteren Stationen (Bugatti, Bentley) einen entscheidenden strategischen Vorteil verschaffte.
4. High-Performance-Kunst: Die prägende Ära bei Bugatti
Der erste internationale Paukenschlag in Sühlmanns Vita war sein Wechsel zur absoluten Speerspitze des Automobilbaus: Bugatti Automobiles S.A.S. in Molsheim, Frankreich.
Hier stieg er zum Head of Exterior Design auf. Diese Zeit (ca. 2014–2017) gilt als seine „Meisterprüfung“.
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Der Bugatti Chiron: Sühlmann war federführend daran beteiligt, den Nachfolger des legendären Veyron zu formen. Die Herausforderung war immens: Das Auto musste 420 km/h fahren, was bedeutete, dass die Aerodynamik das Design diktierte. Sühlmann schaffte es, die charakteristische C-Linie (die Bugatti-Signatur) neu zu interpretieren und aggressiver zu gestalten.
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Vision Gran Turismo: Er designte den radikalen Bugatti Vision Gran Turismo, ein Concept Car, das die Brücke zwischen Videospiel und Realität schlug und Designfans weltweit auf Social Media begeisterte.
5. Britische Sportwagen-Kultur: Exterieur-Design bei Aston Martin
Nach über einem Jahrzehnt im VW-Konzernsuchte Sühlmann eine neue kulturelle Herausforderung und wechselte nach Gaydon, England, zu Aston Martin.
Als Head of Exterior Design arbeitete er eng mit Designchef Marek Reichman zusammen.
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Design-Sprache: Hier lernte er die britische Philosophie von „Beauty and Soul“ kennen. Anders als bei Bugatti (wo Technik dominierte), ging es bei Aston Martin um pure Eleganz und klassische GT-Proportionen.
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DBS Superleggera: Sühlmanns Einfluss ist deutlich am Aston Martin DBS Superleggera zu erkennen. Er verlieh dem Wagen eine muskulöse, aber nicht überladene Form. Seine Arbeit bei Aston Martin war kurz, aber intensiv und festigte seinen Ruf als Experte für Front-Motor-Sportwagen.
6. Luxus neu definiert: Visionäre Führung als Designchef von Bentley
Im Oktober 2021 erreichte Tobias Sühlmann einen vorläufigen Karrierehöhepunkt: Er wurde zum Director of Design bei Bentley Motors ernannt (nachdem er zuvor Leiter des Exterieur-Designs war). Er trat in die Fußstapfen von Stefan Sielaff und Andreas Mindt.
Seine Aufgabe war gigantisch: Er musste Bentley in das Zeitalter der Elektromobilität führen.
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Bentley Mulliner Batur: Das wichtigste Auto dieser Ära ist der Batur. Mit diesem auf 18 Stück limitierten Modell brach Sühlmann mit der Tradition. Er entfernte die klassischen runden Scheinwerfer („Vier-Augen-Gesicht“) und führte einen scharfen, fokussierten Blick ein.
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Beyond100 Strategie: Der Batur war nicht nur ein Auto, sondern ein Manifest. Er zeigte, wie elektrische Bentleys in Zukunft aussehen: weniger Chrom, nachhaltige Materialien (wie Flachsfasern) und aerodynamischere Silhouetten.
7. Rückkehr zu McLaren: Als Chief Design Officer in die Zukunft
Die Nachricht schlug 2023 wie eine Bombe ein: Tobias Sühlmann kehrte zu McLaren Automotive zurück – diesmal als oberster Chef, als Chief Design Officer (CDO). Er hatte bereits früher kurzzeitig für McLaren (Special Projects) gearbeitet, doch nun hatte er die volle Kontrolle.
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Die Mission: McLaren brauchte dringend eine neue Designsprache, da Kritiker bemängelten, alle Modelle sähen zu ähnlich aus. Sühlmann sollte das Design diversifizieren.
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Das Konzept: Er begann, die DNA der Marke auf „Performance by Design“ zu schärfen. Seine Vision war es, McLaren von einer reinen Rennwagen-Marke zu einer Luxus-Lifestyle-Marke zu transformieren, ohne die Wurzeln zu verraten.
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Hinweis zur Aktualität: Nach einer intensiven, aber kurzen Amtszeit verließ Sühlmann McLaren im Jahr 2024 wieder. Dennoch bleibt sein Einfluss auf die in der Entwicklung befindlichen Modelle (wie den P1-Nachfolger) bestehen, da Designzyklen Jahre im Voraus geplant werden.
8. Zwischen Aerodynamik und Ästhetik: Sühlmanns Designphilosophie
Was macht Sühlmanns Stil so einzigartig? Es ist die Balance.
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Form follows Performance: Besonders bei Bugatti und McLaren lernte er, dass jede Linie eine Funktion haben muss (Luftkühlung, Downforce). Er hasst „Fake Vents“ (falsche Lüftungsschlitze).
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Visuelle Ruhe: Im Gegensatz zu vielen asiatischen Designern, die auf viele Kanten setzen, bevorzugt Sühlmann große, saubere Flächen, die durch Lichtreflexionen Spannung erzeugen.
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Das Zitat: In Interviews betont er oft: „Design ist das Versprechen, das die Technik halten muss.“ Er sieht sich als Übersetzer von Ingenieurskunst in emotionale Formen.
9. Ikonische Modelle: Die wichtigsten Fahrzeuge seiner Laufbahn
Um sein Werk zu verstehen, muss man diese vier Fahrzeuge kennen:
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VW Arteon: Beweis, dass er Limousinen sportlich machen kann.
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Bugatti Chiron: Sein Meisterstück im Hypercar-Segment. Ein Monument der Ingenieurskunst.
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Aston Martin DBS Superleggera: Der schönste „Brute in a Suit“ (Schläger im Anzug).
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Bentley Mulliner Batur: Sein visionärstes Werk, das die Designsprache einer ganzen Marke für die nächsten 10 Jahre veränderte.
10. Ein deutscher Gestalter auf der Weltbühne: Einfluss und Vermächtnis
Tobias Sühlmann ist einer der wenigen deutschen Designer, dem es gelungen ist, die Identität britischer und französischer Traditionsmarken maßgeblich zu formen, ohne ihnen einen „deutschen Stempel“ aufzudrücken. Er hat bewiesen, dass er sich wie ein Chamäleon anpassen kann, aber immer die Qualität auf das höchste Level hebt.
Sein Vermächtnis ist bereits jetzt gesichert: Er hat den Übergang vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb im Ultra-Luxus-Segment (besonders bei Bentley) visuell definiert. Egal wo Tobias Sühlmann als Nächstes auftaucht, die Automobilwelt wird genau hinsehen – denn wo er zeichnet, entstehen Ikonen der Zukunft.
Häufig gestellte Fragen zu Tobias Sühlmann
1. Für welche Automarken hat Tobias Sühlmann gearbeitet?
Tobias Sühlmann war für einige der exklusivsten Hersteller der Welt tätig, darunter Volkswagen, Bugatti und Aston Martin. Zudem bekleidete er hochrangige Führungspositionen als Designchef bei Bentley und zuletzt als Chief Design Officer bei McLaren Automotive.
2. Welches ist das bekannteste Auto von Tobias Sühlmann?
Sein wohl berühmtestes Werk ist das Hypercar Bugatti Chiron, dessen aerodynamisches Design er maßgeblich prägte. Auch der Bentley Mulliner Batur zählt zu seinen Meisterstücken, da dieses Modell die zukünftige Designsprache der britischen Luxusmarke definierte.
3. Welche Ausbildung hat der Designer absolviert?
Sühlmann studierte an der weltweit renommierten Hochschule Pforzheim, die als Kaderschmiede für Automobildesigner gilt. Er schloss dort im Jahr 2005 sein Diplom im Studiengang Transportation Design ab, was den Grundstein für seine internationale Karriere legte.
4. Was zeichnet den Designstil von Sühlmann aus?
Sein Stil ist geprägt von der Verbindung aus technischer Aerodynamik und emotionaler Ästhetik. Er bevorzugt klare Linien und skulpturale Flächen („Clean Design“), die Luxus ausstrahlen, aber dennoch die rohe Performance des Fahrzeugs unterstreichen.
5. Welche Rolle spielte er bei der Elektrifizierung von Bentley?
Als Designchef leitete er die wichtige Beyond100-Strategie ein, um Bentley auf das Elektro-Zeitalter vorzubereiten. Mit Modellen wie dem Batur zeigte er, wie man die klassische Marken-DNA modernisiert, ohne auf den typischen Kühlergrill-Look verzichten zu müssen.
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